Alternativen, Gesundheit

Gesunde Zuckeralternativen für deinen Kaffee

Zucker Titelbild No Sugar

Industriell verarbeitet- und isolierter (Haushalts-) Zucker hat viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Er löst bei seiner Ankunft im Blut die Produktion einer grossen Menge Insulin aus. Dieses Bauchspeicheldrüsenhormon reguliert die Zuckerkonzentration im Körper, in dem es diesen an die Körperzellen zur Energiegewinnung verteilt. Ein chronisch erhöhter Insulinspiegel gilt als (Mit-)Ursache unzähliger Krankheiten und Beschwerden wie Diabetes, Alzheimer und Fettleibigkeit. Diesen Folgen können durch geeignete Zuckeralternativen vermieden werden.

Die Lösung

In natürlicher Form vorkommend ist Zucker für den menschlichen Körper jedoch notwendig und gesund. In der Natur kommt dieser nie isoliert im Körper an, sondern begleitet von Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Diese Begleiter wirken wie Puffer und verlangsamen den Übergang des Zuckers ins Blut, was den Insulinspiegel viel langsamer auspendeln lässt. Wir brauchen also Zucker in dieser natürlichen, nicht isolierten Form. Da du nun deinen Kaffee aber nicht mit einem Apfel oder einer Dattel süssen kannst, möchte ich dir in diesem Beitrag natürliche, gesunde Alternativen zum Haushaltszucker vorstellen. Neben echtem Zucker in natürlicher Form bieten sich auch einige süsse Alternativen an, die keinerlei Zucker beinhalten und daher besonders für die Low-Carb Ernährung oder Diabetiker geeignet sind.

Meide künstliche Süsstoffe und «versteckte» Zuckervarianten

Das Thema künstliche Süssstoffe muss ich hier kurz aufgreifen. Mit der Steigerung des Bewusstseins über die gesundheitlichen Risiken von Haushaltszucker etablierten sich einige künstliche Süssstoffe als Alternativen, allen voran Aspartam. Ich rate dir, wenn du solche Mittel verwendest, dich einmal mit der reichlich vorhandenen Kritik an diesen künstlichen Varianten auseinanderzusetzen. Das Wort „künstlich“ dürfte aber ohnehin bereits ausreichen, dass gesundheitsbewusste Menschen darauf verzichten wollen. Die Natur liefert uns mehr als genug Möglichkeiten diese Substanzen zu meiden.

Ich möchte ebenfalls kurz erwähnen, dass der einfache, kristalline Haushaltszucker nicht der alleinige Übeltäter ist, sondern auch in anderer Form vorliegender Industriezucker wie Fructose- und Glucosesirup, HFCS (High Fructose Corn Syrup), Rohrohrzucker usw. Der Anspruch sollte sein, dass der Zucker natürlichen Ursprungs, möglichst unverarbeitet und nicht isoliert ist.

1. Xylit

Wenn du Xylit das erste Mal siehst, denkst du wahrscheinlich an Karies – denn optisch sieht diese Zuckeralternative dem Haushaltszucker zum Verwechseln ähnlich. Wenn du dir einmal die Inhaltsstoffe deiner Zahnpasta betrachtest, stellst du aber fest, dass Xylit wohl keine Karies verursacht. Das karieshemmende Xylit ist in praktisch jeder Zahnpasta enthalten und hat etwa die gleiche Süsse wie Haushaltszucker. In zahlreichen Studien wurde die positive Wirkung auf die Zahngesundheit belegt. Es ist natürlichen Ursprungs und hat einen niedrigen glykämischen Index, verursacht also keine wesentlichen Blutzuckerschwankungen und ist daher auch ein idealer Ersatz für Diabetiker.

Xylit wirkt in grösseren Mengen abführend. Dabei spricht man von über 0.5g pro kg-Körpergewicht. Zum Backen würde ich es also eher nicht empfehlen, beim Kaffee wird diese Menge aber niemals erreicht, selbst bei häufigem Konsum. Somit kann ich diese natürliche Variante durchaus empfehlen.

Beim Kauf sei darauf geachtet, dass Xylit oft unter dem Namen „Birkenzucker“ verkauft wird, weil es aus der Birke gewonnen wird. Das ist die zu bevorzugende Variante. Manchmal wird Xylit aus Mais hergestellt, wovon ich eher abraten würde, da die Genmanipulation bei Mais sehr weit verbreitet ist.

2. Erythrit

Gleich wie Xylit ist Erythrit ein Zuckeraustauschstoff natürlicher Herkunft, dessen Süsskraft jedoch leicht geringer ist. Bemerkenswert ist, dass Erythrit keine Kalorien enthält und überhaupt keinen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursacht. Die perfekte Wahl für Diabetiker. Laut einigen Studien schneidet Erythrit in der Kariesbekämpfung gar besser ab als Xylit.

Erythrit Zuckeralternative
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erythrit#/media/Datei:Erythrit.jpg

Erythrit wird durch Fermentation gewonnen, beispielsweise aus Mais. Daher empfehle ich, ausschliesslich Bio-Erythrit zu kaufen, da in der biologischen Produktion laut Bio-Verordnung keine Gentechnik verwendet werden darf. Teste ein wenig, wie viel Erythrit du dem Kaffee beigeben musst, als Richtwert etwa 1.5 Mal so viel wie beim Haushaltszucker.

3. Kokosblütenzucker

Aus dem Saft der Kokosblüte entsteht der unraffinierte Kokosblütenzucker, eine Zuckeralternative, die optisch etwa dem Vollrohrzucker entspricht. Er unterscheidet sich jedoch stark vom Industriezucker durch seinen hohen Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass Kokosblütenzucker sehr wenig Fructose enthält und die Bauchspeicheldrüse nicht belastet.

Da es sich um einen Zucker (überwiegend Saccharose) handelt, entspricht die Süsskraft und der Kaloriengehalt in etwa dem Haushaltszucker. Kokosblütenzucker besitzt einen karamellartigen Eigengeschmack, der meiner Meinung nach nicht schlecht zu Kaffee passt – aber probier’s einfach Mal aus! Ich persönlich verwende Kokosblütenzucker zum Süssen, wenn ich mir mit dem DELOSPRESSO BRASILE einen Cappuccino zubereite.

4. Stevia

Die aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnenen, natürlichen Süssstoffe (Steviolglycoside) besitzen isoliert eine enorme Süsskraft, welche die von Zucker bis zum 300-fachen übertrifft. Auch Stevia wirkt Karies effektiv entgegen, ist komplett kalorienfrei und hat somit auch keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Stevia Zuckerpflanze

Diese Zuckeralternative ist relativ teuer, wobei natürlich schon sehr geringe Mengen im Kaffee ausreichen. Ein Problem ist meines Erachtens die Herstellung, da chemische Substanzen zum Einsatz kommen. Weiter handelt es sich bei den erwerblichen Produkten aus rechtlichen Gründen immer um den isolierten Extrakt des Süssstoffs, was einem ganzheitlichen und natürlichen Ansatz widerspricht. Interessanter wäre ein grünes Stevia Blattpulver, was allerdings nicht mehr die enorm hohe Süsskraft besitzt und sich in einer Flüssigkeit nicht gut auflöst.

5. Honig - Das flüssige Gold

gesunder Honig flüssig Zuckeralternative

Das von den Honigbienen produzierte Lebensmittel wird bereits seit tausenden von Jahren von uns Menschen verzehrt. Schon früh wurde den Menschen das heilpotenzial von Honig bekannt und noch heute wird er aufgrund seiner antibakteriellen, antioxidativen und antifungalen Eigenschaften bei diversen Erkrankungen eingesetzt.

Zur Versüssung des Müslis ist Honig also gut geeignet. Allerdings rate ich ausdrücklich davon ab, minderwertigen Honig zu verwenden, da dieser durch Erhitzen, Schleudern, Filtern und weitere Verarbeitungsprozesse die wichtigen Begleiter des Zuckers verloren hat oder diese in veränderter Form vorliegen. Qualitativ hochwertiger roher (unerhitzter) Honig aus Bio-Produktion, ungefiltert und nicht geschleudert sollte hier der Anspruch sein.

Auch beim Kaffee? Mir schmeckt es sehr gut, allerdings trinkt man (normalerweise) den Kaffee bei 65°C – 70°C. Ab einer Temperatur von ca. 40°C gehen aber bereits viele der gesundheitsfördernden Eigenschaften sowie Vitamine, Enzyme usw. verloren. Zwar nicht komplett, da nicht alle Substanzen gleichermassen empfindlich sind, aber dennoch findet ein Qualitätsverlust statt. Honig sollte somit beim Kaffee nicht die erste Wahl sein.

6. Yacon Sirup

Der Sirup, der aus der Yacon-Wurzel gewonnen wird, bringt genau wie Honig einige gesundheitsfördernde Eigenschaften mit sich. Hervorzuheben ist, dass Yacon Sirup reich an präbiotischen Ballaststoffen ist und somit die Darmgesundheit fördert.

Genau wie zwei Kaffees, die in unserem Shop erhältlich sind, wächst die Wurzel in den peruanischen Anden und wird dort als Lebensmittel sehr geschätzt. Der Sirup ist weniger süss als Haushaltszucker und auch wieder sehr kalorienarm. Auch hier haben wir bei zu hohen Temperaturen wieder das Problem, dass die Begleiter des Zuckers verloren gehen. Gute Produkte werben damit, dass sie beispielsweise schonend bei unter 45°C hergestellt wurden. Für kalte Speisen eine perfekte Alternative, beim Kaffee in Massen zu geniessen.

Dicksäfte

Leider schlichen sich in der Gesundheitsszene die Dicksäfte als angeblich gesunde Zuckeralternative ein, alles voran der Agavendicksaft. Diese Dicksäfte sind aber vor allem aufgrund ihrer Herstellung nicht als gesund zu bezeichnen. Einerseits werden die ursprünglichen (Frucht-)Säfte durch Verdampfen stark konzentriert und bestehen danach hauptsächlich aus Fructose. Andererseits gehen die anfangs angesprochenen wichtigen Begleiter durch das Erhitzen verloren, also hitzeempfindliche Vitamine und alle Enzyme. Ich würde Dicksäfte komplett streichen, und wenn doch Mal Dicksäfte verwendet werden, dann am besten Ahorn-, Dattel-, oder Reissirup. Diese weisen einen deutlich niedrigeren Fructosegehalt auf, sind jedoch trotzdem nicht als gesund zu bezeichnen.

Fazit

Als gesundheitsbewusste(r) Kaffeegeniesserin oder -geniesser bieten sich dir viele Möglichkeiten, den Industriezucker zu meiden. Als 1 zu 1 Ersatz eignet sich Xylit am besten. Erythrit ist gesundheitlich genauso zu empfehlen, wobei durch die geringere Süsskraft mehr verwendet werden muss. Bei beiden Alternativen wird dein Besuch nicht merken, dass du ihm heimlich was Gutes tust 🙂 Kokosblütenzucker ist aufgrund der Karamellnote Geschmackssache, ist aber sicher empfehlenswert. Wenn’s flüssig sein soll ist Yacon Sirup sicher die bessere Wahl als ein Dicksaft, aufgrund der Hitze aber nicht das Top-Süssungsmittel und, genau wie Honig, eher für kalte Speisen geeignet. Übrigens gibt es die meisten dieser ausgezeichneten Alternativen mittlerweile in fast jedem Einzelhandel wie Migros oder Coop.

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2 Kommentare zu “Gesunde Zuckeralternativen für deinen Kaffee

  1. Marius Fiedler sagt:

    Guten Tag Delospresso

    Ich hätte da eine Frage zu den Zuckeralternativen, ist Erythrit besser als Xylit? Und wird es in Zukunft auch BIO Erythrit oder Xylit im Shop zukaufen geben?

    Vielen Dank.

    1. Loris Delorenzi sagt:

      Hallo Marius
      Ich würde Xylit nicht als „besser“ bezeichnen – es kommt ein wenig drauf an, wonach man sucht. Wenn man quasi einen echten 1 zu 1 Ersatz zu Haushaltszucker sucht, ist Xylit wohl die beste Wahl (aufgrund der gleichen Süsskraft). Als Diabetiker hingegen würde ich Erythrit vorziehen. Xylit ist allerdings etwas günstiger und leichter zu finden.
      Da es Xylit und Erythrit in vielen Bio-Läden oder auch in Coop/Migros zu finden gibt, ist derzeit nicht geplant, dass wir dies in unserem Shop anbieten.
      Liebe Grüsse

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