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Cold Brew Kaffee: Einfache und hochwertige Brühmethode

Cold Brew Kaffee Titelbild

Während den heissen Sommermonaten erfreut er sich besonderer Beliebtheit: Der Cold Brew Kaffee. Gerade für Gesundheitsbewusste stellt kalter Kaffee eine ausgezeichnete Alternative zu ungesunden, zuckerreichen Erfrischungsgetränken dar. Aber Achtung: Cold Brew Kaffee ist nicht zu verwechseln mit Iced Coffee (Eiskaffee). Wie der Name „Cold Brew“ schon verrät ist dabei nicht die Servier-, sondern die Brühtemperatur entscheidend. Das Spezielle an Cold Brew Kaffee ist nämlich, dass er mit (eis)kaltem Wasser gebrüht wird. Es wird also keine Kaffeemaschine benötigt. In diesem Beitrag geht es um das „Warum“ und das „Wie“ von Cold Brew Kaffee.

Was ist Cold Brew Kaffee?

Cold Brew unterscheidet sich von anderen Kaffee dadurch, dass bei der Zubereitung kein heisses, sondern kaltes Wasser verwendet wird. Um das gleiche Ziel zu erreichen, also möglichst viele Aromastoffe herauszulösen, dauert die Zubereitung von Cold Brew Kaffee deutlich länger – je nach Methode zwischen 2 und 24 Stunden. Je länger die Ziehzeit, desto mehr Aromen werden in der Regel extrahiert. Getrunken wird der Cold Brew Kaffee dann üblicherweise kalt und mit Eis, oft wird er mit Milch aufgepeppt.

Warum Cold Brew?

Da es wesentlich schneller geht, Kaffee heiss zu brühen und dann mit Eis und kaltem Wasser zu Eiskaffee zu verarbeiten, ist das „Warum“ eine wichtige Frage. Und ich denke, hier liegt auch der Grund, warum Cold Brew oft mit Eiskaffee gleichgesetzt wird. Beim Cold Brew Kaffee geht es aber nicht nur darum, den Kaffee kalt zu geniessen. Denn das kalte Brühverfahren liefert ein ganz anderes Ergebnis als heiss gebrühter Kaffee.

Die Extraktion von Kaffeearomen ist ein komplexer chemischer Prozess. Bei heissem Kaffee macht es geschmacklich bereits einen Unterschied, ob das Wasser 90°C oder 96°C heiss ist. Da wir beim Cold Brew Kaffee mit viel tieferen Temperaturen arbeiten, werden dem Kaffee gänzlich andere Aromen entzogen, sodass ein ganz anderer, einzigartiger Geschmack entsteht.

Cold Brew Kaffee mit Eis

Ausserdem werden viel weniger Säuren und Bitterstoffe gelöst – vermutlich ein Grund, warum Cold Brew Kaffee häufig als bekömmlicher wahrgenommen wird. Koffein jedoch gehört zu den Stoffen, die durch die lange Brühzeit viel besser extrahiert werden. Daher empfiehlt es sich, den Kaffee mit Wasser, Eis oder Milch(alternativen) zu verdünnen.

Sehr vorteilhaft ist, dass du den Cold Brew Kaffee bis zu 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren kannst. So kannst du dir gut einen kleinen Vorrat brühen und täglich ohne Aufwand geniessen!

Wie bereite ich Cold Brew Kaffee zu?

Bei der Zubereitung von Cold Brew unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Methoden. Bei der Immersion (auch Full Immersion) Methode wird der gemahlene Kaffee komplett in das Wasser „eingetaucht“, wohingegen bei der Cold Drip Methode tröpfchenweise Wasser durch das Kaffeemehl fliesst. In den nächsten zwei Absätzen findest du genauere Informationen und Anleitungen zu den beiden Brühmethoden.

Die Immersion Methode (=eintauchen)

Immersion ist die ursprüngliche, einfache und günstige Variante, um Cold Brew Kaffee zuzubereiten. Es wird sehr wenig Aufwand und kein kostspieliges Zubehör benötigt.

Das brauchst du:

Kaffee: Am besten verwendest du Bohnen aus biologischem Anbau, da diese sanfter und ohne chemisch-synthetische Spritzmittel behandelt wurden. Ideal wäre ein Demeter oder Bio Suisse zertifizierter Kaffee. Achte zudem unbedingt darauf, dass die Bohnen schonend geröstet wurden. Du findest geeignete Kaffees in unserem Shop.

Vor allem hellere Röstungen sind geeignet, wie der DELOSPRESSO BRASILE CAFFÈ. Auf Robusta-Bohnen würde ich aufgrund des hohen Koffeingehalts bei Cold Brew eher verzichten.

Mühle: Du benötigst ziemlich grob gemahlenes Kaffeemehl. Bei vorgemahlenem Kaffee stimmt einerseits der Mahlgrad meist nicht und andererseits sind die Aromen sehr flüchtig. Wenn du keine Mühle besitzt, empfehle ich dir eine günstige Handmühle. Solche gibt es für weniger als 100 CHF und diese machen einen guten Job, solange nicht sehr fein gemahlen werden muss.

Brühequipment: Es gibt speziell für diesen Zweck Cold Brew Coffee Pods, wie dieser von Hario, die sehr zu empfehlen sind. Genauso gut funktioniert es mit einer French Press oder aber mit einem ganz normalen Gefäss aus Glas.

Filter: Nur, wenn du ein normales Glasgefäss benutzt.

So gehst du vor:

    1. 100g Kaffee mahlen, ins Glas/Behälter geben
    2. Mit 1 Liter kaltem Wasser vermischen und abdecken/verschliessen
    3. Etwa 12h im Kühlschrank ziehen lassen (bis zu 24h)
    4. Filtern: Bei der French Press drückst du wie gewohnt den Stempel nach unten. Beim normalen Gefäss giesst du alles durch einen normalen Kaffeefilter. Beim Cold Brew Coffee Pod gibt es nichts mehr zu filtern.
    5. Nach Belieben verdünnen und weiterverarbeiten
    6. Geniessen!

Nach Schritt 4 ist der Kaffee ziemlich konzentriert und sehr koffeinhaltig. Eine Weiterverarbeitung empfiehlt sich daher wirklich. Anstatt den Cold Brew Kaffee einfach nur zu verdünnen, kannst du ihn übrigens auch für diverse Cocktails und Drinks verwenden!

Tipp: Wenn du eine AeroPress besitzt, kannst du auch diese verwenden, um Cold Brew einfach und ohne zusätzlichen Filter zuzubereiten.

Die Cold Drip Methode

Cold Drip bezeichnet ein etwas moderneres und aufwendigeres Verfahren, um Cold Brew Kaffee zu brühen. Es bedarf einer speziellen Apparatur, wie zum Beispiel dem Dripster, die aus 3 Gefässen besteht: Das oberste für das (Eis-)Wasser, das mittlere für das Kaffeemehl und das unterste als Auffangkrug für den gebrühten Kaffee.

Das Wasser wird Tröpfchen für Tröpfchen durch das Ventil abgegeben, fliesst langsam durch das Kaffeemehl und tropft zuletzt unten in den Krug. Je nach Tropfgeschwindigkeit dauert diese Methode zwischen 2 und 24h.

Die Apparatur sieht sehr cool aus und dem Verfahren wird nachgesagt, noch mehr Aromen extrahieren zu können. Der Aufwand ist dafür aber auch deutlich grösser, denn die Tropfgeschwindigkeit verändert sich allmählich und muss während des Brühens mehrmals angepasst werden.

Tipps zur Weiterverarbeitung

Cold Brew Eiskaffee

Süssen: Da das Getränk nun kalt ist, können die meisten der in meinem Blogbeitrag erwähnten Zuckeralternativen aufgrund schlechter Lösbarkeit nicht verwendet werden. Yacon-Sirup aber eignet sich hervorragend, genau wie Kokosblütensirup. Cold Brew Kaffee besitzt allerdings schon von Natur aus eine leichte Süsse.

Cold Brew Bulletproof: Den Power-Kaffee kannst du ebenso gut mit Cold Brew Kaffee zubereiten! Hier erfährst du alles über den Bulletproof Coffee, falls dir das noch kein Begriff ist.

Eiswürfel: Hierbei würde ich das Brühverhältnis auf 1:5 verkleinern, also 200g Kaffee auf einen Liter, somit ist das Ergebnis noch konzentrierter. Danach giesst du den Kaffee in die Eiswürfelform. So verwandelst du ein Glas kaltes Wasser mit 2-3 Cold Brew Eiswürfeln in einen leckeren Eiskaffee.

Fazit

Cold Brew Kaffee ist mit der Immersion Methode sehr einfach zuzubereiten, lange haltbar und bietet ein ganz anderes Geschmackserlebnis als heiss extrahierter Kaffee. Es lässt sich zudem vielseitig und schnell weiterverarbeiten. Somit empfehle ich dir, es einfach mal auszuprobieren – vor allem jetzt im Sommer, wo du vielleicht anstelle des Biers einen qualitativ hochwertigen Bio Cold Brew Kaffee zur Abkühlung verwenden kannst! 😊

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